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Männer1: Befreiungsschlag für Köngurus

HSG Rottweil - TSV Köngen 26:30 (12:14)

Köngen beendet die Negativserie durch ein 30:26 in Rottweil - Oberkersch wird fehlen
Endlich können die Landesliga-Handballer des TSV Köngen wieder aufatmen! Beim 30:26-Auswärtserfolg beim Tabellenfünften HSG Rottweil verschafften sie sich durch eine starke Mannschaftsleistung wieder etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt. Während es das letzte Spiel für Moritz Oberkersch in dieser Runde war, freut man sich über einen Rückkehrer.
Es war ein besonderes Spiel für Kreisläufer Moritz Oberkersch. Sein letztes in der laufenden Runde. Er reist für ein Auslandssemester in die USA und wird dem TSV in den letzten Spielen nicht mehr helfen können. Daher war er doppelt heiß, die Negativserie (1:11 Punkte) noch vor seiner Abreise zu beenden. "Ich wollte mich anständig verabschieden.", gab er preis.
Die lange Anfahrt nach Rottweil sollte nicht umsonst gewesen sein, obwohl der starke Aufsteiger als Tabellenfünfter bereits in Köngen (23:29) gewonnen hatte und auch nun der Favorit war. Bis auf Manuel Tremmel (privat verhindert) war der gesamte Kader angereist, wobei Julian Perwög krankheitsbedingt (Nasenbluten & Männergrippe) nicht ins Spielwesen mit eingriff. Niklas Schmid rückte in die Startformation.
Die Partie startete ausgeglichen, die Gastgeber legten mehrfach vor, ehe Köngen erstmals nach 14 Minuten durch einen Doppelschlag von Sem Schade zum 4:5 in Führung ging. Die "Köngurus" kamen über den Kampf in die Partie, ackerten in der offensiven Abwehrformation hervorragend und Manuel Vogel war von Beginn an hellwach und entschärfte mehrere Rückraumwürfe. Im Angriff waren Spielertrainer Moritz Eisele und Youngster Niklas Grote stark aufgelegt, sie erzielten zehn der nächsten zwölf Gästetore aus dem Rückraum, wodurch ein 12:14-Vorsprung zur Pause entstand. Um auch im zweiten Durchgang nicht nachzulassen, pushte Eisele seine Truppe mit Schokobons und Energydrinks. Der Kniff ging auf, die Köngener legten nach der Pause sogar nach. "Ich bin stolz auf die Einstellung und die Disziplin der Mannschaft, bis zur besten Chance durch zu spielen.", freute sich Trainer Hablizel. In den Überzahlsituation wurden die treffsicheren Außenspieler freigespielt, Schade erhöhte zum 14:18 (40.). Wenig später packte Kapitän Luca Pupin einen Unterarmwurf aus, bei dem die HSG-Verantwortlichen froh waren, dass sie sich nach dem 16:22 nicht auch noch ein neues Netz kaufen mussten.
Die Gäste warfen nochmal alles in die Waagschale, um das Spiel zu drehen, David Eglof verkürzte zum 23:26 (54.). Doch Torhüter Kai Martin zog Rottweil den Zahn, als er einen Strafwurf zwischen seinen Beinen festhielt. Vorne blieben Grote, Schmid und der überragende Eisele cool und brachten den Sieg in trockene Tücher. Die Stimmen zum Spiel zeigten sich harmonisch. "Ganz wichtiger Sieg." (Eisele), "Jetzt kann ich ruhigen Gewissens abhauen." (Oberkersch), "Wir sind als Einheit aufgetreten." (Schade), "Geil, dass die Mannschaftskasse durch zwei Mecker-Strafen wieder mächtig klingelt." (Gänzle)
Der tränenreiche Abschied von Oberkersch wurde von der Nachricht gelindert, dass Outbacker Hannes Hagelmayer nach 4 Monaten an seinem Geburtstag wieder in die Heimat zurückgekehrt war und dem TSV ab sofort wieder zur Verfügung steht. "Er wird uns noch helfen, den Klassenerhalt einzutüten.", war sich Oberkersch sicher und verabschiedete sich.
HSG Rottweil: Ketterer, Hagen; Eisenack (1), Krug (1), Müller, Haberkorn (1), Huber (6), N. Singer (7/4), Eglof (1), Honer (3), Banholzer, Hummel (2), T. Singer (3), Beyer (1).
TSV Köngen: Martin, Vogel; Oberkersch, Eisele (12/4), Perwög, Müllerschön (3), Schade (5), Gänzle (3), Weber, Pupin (1), Schmid (1), Grote (5), U. Lindner.
Schiedsrichter: Muller/Reich (beide HSG Albstadt).
Zeitstrafen: Krug (2), Eisenack, Eglof - Gänzle (2), Müllerschön (2), Oberkersch, Lindner.
Siebenmeter: 4/5 (Martin fängt den Ball von Singer) - 4/4
Zuschauer: 250.