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TSV Köngen - Sennerpokalsieger 2023

Die Fuchsgrubenkicker sichern sich in Neuffen zum 7. Mal den Pokal der Nürtinger/Wendlinger Zeitung

10 Jahre sind eine lange Zeit, es gibt Spieler bei uns, die waren beim letzten Köngener Sennerpokalsieg 2013 gerade mal 8 Jahre alt und haben Match Attex Karten gesammelt und mussten wenn es dunkel wird ins Bett. Kein Gedanke ging damals in Richtung „ich werde eine Legende und gewinne den größten Pott in Süddeutschland-den Sennerpokal“.

Eine Wahnsinnsleistung von allen Beteiligten. Der Trainer hatte taktisch das richtige Händchen und die Mannschaft verfolgte die Pläne aufopferungsvoll bis zur Erschöpfung. Man sieht was man erreichen kann, wenn man Fußball mit Hingabe, Leidenschaft und den nötigen Biss betreibt. Alle Fans der Grün-Weißen waren aus dem Häuschen. Insgesamt war dieser Sennerpokal eine runde Sache, das Tunier bestens vom VfB Neuffen organisiert, bei einer malerischen Kulisse und entsprechender Würdigung durch äußerst viele Zuschauer.

Aber der Reihe nach. In der Vorrunde konnte man sich durch Siege gegen den FV 09 Nürtingen (4:1) und SPV 05 Nürtingen (4:0) und einer Niederlage gegen TSV Oberensingen für das Achtelfinale qualifizieren. Hier konnte man sich gegen den TSV Grafenberg mit 2:1 durchsetzen. Im Viertelfinale traf man auf Bezirksligist TSV Oberboihingen. Nach 60 Minuten stand es 0:0 und das Elfmeterschießen konnte man für sich entscheiden und war unter den letzten vier Mannschaften.

Im Halbfinale des Sennerpokals stand unseren wackeren Spielern kein geringerer Gegner als der Topfavorit TSV Oberensingen gegenüber. Aus der Gruppenphase hatten die hochdotierten Verbandsligafußballer ein relativ lockeres 4:1 gegen uns zu ihren Gunsten eingetütet. Es gab schon heiße Diskussionen, ob das Mitwirken eines Verbandsligisten nicht zu unfair wäre, da ja überhaupt niemand aus dem Altkreis Nürtingen eine Chance hätte. Dem TSV Köngen ist es zu verdanken, dass Oberensingen auch in Zukunft mitspielen darf.

Zum Spiel…Fabio Morisco wählte eine 5er Kette mit 4 Abfangjägern davor und einer Spitze. Italiener können mauern, dass weiß man. Die Jungs setzten die Marschroute mit viel Herzblut um, es wurde auf dem Spielfeld kommuniziert, Räume geschlossen und jeder Zweikampf engagiert geführt. Am Spielfeldrand wurde jeder Ballgewinn frenetisch gefeiert.

Eine Standardsituation sorgte für das 1:0 der Köngener Jungs. Noah Schadt hatte serviert und Max Herz traf per Kopf. Die 26 Minute und der Ball war im Tor. Oberensingen rannte wütend an, doch die Grün-Weißen hielten stand. Immer wieder kam es zu Standardsituationen, die aber mit Erfolg wegverteidigt wurden und ging mal was durch, Stand noch unser bestens aufgelegter Torhüter Marc Vogelmann im Weg.

In der 41 Minute traf der Favorit allerdings zum 1:1 Ausgleich ebenfalls nach einer Ecke in der 41.Minute. Bis zum Spielende mussten noch zwei Situationen überstanden werden. Einen Pfostenschuss von Samuel Bosler und einen Freistoß getreten von Yannik Kögler, den Marc erneut vereitelte.

Ein Elfmeterkrimi stand an. Am Spielfeldrand waren sich die Grün-Weißen Experten sicher „wir haben den besseren Torwart !“ So war es dann auch! Birdy hielt zweimal, sein Kontrahent nur einmal. Wir standen im Finale – Wahnsinn!!

Im Finale wartete der Landesligaabsteiger und Rekordsennerpokalsieger 1.FC Frickenhausen, die sich im Halbfinale gegen die SGEH durchsetzen konnten. Unsere Jungs kamen auf dem Zahnfleisch daher und waren vor dem Spiel Stammgast beim Senner-Physio. Aber Finale ist Finale und da kneift man auch nochmal die Arschbacken zusammen. Sinnbildlich für das Engagement der Mannschaft stand der 34 jährige Dennis Essert, der sich im Mittelfeld in jeden Zweikampf warf und für sein Team ein absoluter Leader war. Auch in diesem Spiel konnte man sich auf das mannschaftliche Defensivverhalten verlassen, grandios was die Jungs noch körperlich aus sich raus holten. Von der Bank wurde der Sieg eingewechselt, Kimi Hindennach vernaschte zwei Gegenspieler, passte auf Milan Zeljkovic, dieser nahm links an und schloss mit der rechten Pike ab ins lange Eck. Die 57. Minute war gespielt und alle die es mit Köngen hielten, waren on fire. Die letzten Minuten wurden schadlos überstanden und es folgte der überschwängliche Jubel nach dem Schlusspfiff.

Riesen Gratulation an die Spieler, die für diesen Erfolg ihr ganzes Herz auf dem Platz liegen gelassen haben. Es war eine Freude euch dabei zuzuschauen und es besteht die große Hoffnung, dass dieser Schwung in die Saison mitgenommen wird. „NieohnemeinTeam“ war bei diesem Turnier nicht nur eine Floskel.

Abgerundet wurde der Pokalsieg mit der Auszeichnung für Marc Vogelmann als besten Torhüter und Milan Zeljkovic wurde für die Sennerpokalelf 2023 nominiert. Absolut verdient!!!

Der Ausklang fand danach auf der Schwanenhocketse statt. Feiern können diese Tausendsassas also auch noch. Wir sind in freudiger Erwartung weitere Erfolge in Zukunft mit Euch zu genießen.

 

Bilder Nürtinger Zeitung Ralf Just / Jürgen Holzwarh